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Unmöglicher Gefahrgutunfall in Chieming
schwarte.florian am 18.07.2010 um 22:06 (UTC)
 Chieming - Um 9.12 Uhr haben am Samstag die Anwohner rund um Chieming auf einmal nur noch Sirenen gehört. Feuerwehren, Rettungsdienst, THW und Polizei rückten Richtung EHG Recycling aus.

Katastrophenschutzübung in Chieming
17. Juli 2010: Bei der alljährlichen Katastrophenschutzübung des Landkreises Traunstein ging es in diesem Jahr höchst gefährlich zu. (cz)
Katastrophenschutzübung in Chieming (1:48)

Dort hatte es einen Gefahrgutunfall gegeben. Verschiedene Säuren waren von einem Gabelstapler gefallen und hatten sich vermischt - es entstand Blausäure. Sieben Personen wurden im Gefahrenbereich vermutet und zu guter Letzt gerieten auch noch die Gebäude rund um das Gefahrgut in Brand.

Alles - Gott sei Dank - nur eine Übung; die jährliche Katastrophenschutzübung des Landkreises Traunstein. Immerhin wurden aus den ursprünglich angenommenen sieben Verletzten insgesamt zwölf mittelschwer und zwei schwer Verletzte, von den leicht Verletzten ganz zu schweigen. Und eine Person wurde um 11 Uhr immer noch vermisst.

Kein Wunder, das angenommene Ausmaß der Übung war enorm. Immer mehr Feuerwehren wurden alarmiert. Von Traunstein bis Trostberg rückten fast alle Gemeinden aus, um die Chieminger Kameraden zu unterstützen. Dazu kamen noch viele BRK-Rettungskräfte, das THW und die Polizei. Innerhalb kürzester Zeit wuselte es rund um die Sondermoninger Straße enorm. Straßen wurden gesperrt und Schaulustige wie Presse im Zaum gehalten. Immerhin sollten zuerst die Verletzten gerettet und das Feuer in Schach gehalten werden - nur unter Atemschutz natürlich.

Die Katastrophenschutzübung war auch für die neu in Betrieb genommene Integrierte Leitstelle Traunstein ein erster Härtetest. "Die Zusammenarbeit mit der ILS funktioniert sehr gut", resümierte Übungsleiter Günter Wambach. "Sie hat nach Einsatzstichwort alarmiert und auf jede Nachalarmierung der Einsatzleitung reagiert."


Auch für EHG-Geschäftsführer Thomas Engmann und seine Mitarbeiter war die Übung ein Test: "wie funktionieren unsere eigenen Sicherheitsmaßnahmen." Auch wenn das Scenario eigentlich unrealistisch war, da solche Stoffe nie gemeinsam transportiert werden dürfen. "Es ist für uns ein wichtiges Thema um weiter mögliche Sicherheitsvorkehrungen zu optimieren", so Engmann. "Außerdem lernen wir, wie wir eigene Abläufe verbessern können auch mit den Feuerwehren." Gleichzeitig betonte der Geschäftsführer: "Wir tun das, um die Bevölkerung zu schützen. Wir lagern nicht unproblematische Stoffe und große Mengen an brennbaren Materialien. Deshalb bitte ich um Verständnis in Chieming, dass diese Übung zu Öffnungszeiten des Wertstoffhofes durchgeführt wurde. So konnten wir aber auch ausprobieren, wie es mit der Evakuierung der Kunden und Mitarbeiter klappt."


Am Ende der Übung zog Kreisbrandrat Hans Gnadl eine positive Bilanz: "Es war eine sehr gute Übung. Manchmal ist eine Übung, die nicht exakt nach Drehbuch verläuft besser, als wenn sie fehlerlos abläuft. So können wir analysieren, was ist gut gelaufen, was schlecht, was müssen wir besser machen."

Und auch Landrat Hermann Steinmaßl lobte die Einsatzkräfte: "Eine solche Übung ist sehr sehr wichtig. Das Zusammenspiel der Kräfte im Landkreis muss unter teilweise sogar unrealistischen Bedingungen geübt werden." Und der Landrat betonte auch noch: "Im Ernstfall erfahre ich das sofort, da bin ich sofort da, da lass ich alles liegen und stehen." Denn bei der Übung kam er erst, als das meiste schon vorbei war.

red-ch24/cz

aus innsalzach24.de
 

HAFENLOHR/MARKTHEIDENFELD THW: Eine Brücke zwischen Menschen Faszination Helfen: Ortsverband Marktheidenfeld feiert sein 40-jähriges Bestehen
schwarte.florian am 18.07.2010 um 22:03 (UTC)
 
Am Freitag feierte der Ortsverband Marktheidenfeld des Technischen Hilfswerks (THW) in seiner Hafenlohrer Unterkunft sein 40-jähriges Bestehen. Ortsbeauftragter Friedrich Engelke begrüßte dazu Vertreter aus der Kommunalpolitik, anderer THW-Ortsgruppen und -Ebenen sowie anderer Hilfsorganisationen.

Der Vizepräsident der Bundesanstalt Technisches Hilfswerk, Rainer Schwierczinski, bewertete in seiner Festrede das THW als eine Brücke zwischen Menschen seit 40 Jahren. Mit der Beschaffung eines neuen Mehrzweckkraftwagens (siehe separater Artikel) habe man die Ausrüstung des Ortsverbands abrunden können. Entscheidend seien aber die Helfer, die Menschen, die das THW vor Ort prägten. Der THW-Ortsverband sei für seine Aufgabengebiete wie die Bergung, die Wasserrettung, die Führung oder Kommunikation gut gerüstet.

Das Technische Hilfswerk sei eine Familie, die sich der Faszination Helfen widme. Seit Jahrzehnten sei man in einer Gemeinschaft für andere Menschen da. In jüngster Zeit hätten dies die Hochwassereinsätze in Polen, Ungarn sowie Süd- und Ostdeutschland bewiesen wie auch der internationale Hilfseinsatz nach der Erdbebenkatastrophe in Haiti. Hochwasser habe es aber auch schon am Main gegeben und der vergangene, strenge Winter habe das THW auch vor Ort herausgefordert.

Die Einsätze zur örtlichen Gefahrenabwehr und auf der Wasserstraße Main erfolgten in enger Partnerschaft zu den anderen Hilfsorganisationen und der Polizei. Das bürgerschaftliche Engagement stehe aber wie die ganze Gesellschaft vor Herausforderungen durch die Bevölkerungsentwicklung. Neben den Jungen müsse man auch Erfahrene für die Mitarbeit gewinnen und zuwandernde Bevölkerungsgruppen ansprechen. Der Marktheidenfelder Ortsverband habe immer wieder vorbildlich aus der eigenen Jugendgruppe Helfer und Leiter rekrutieren können.
Bürgerinitiative im besten Sinne

Marktheidenfelds Bürgermeisterin Helga Schmidt-Neder sprach in ihrem Grußwort vom THW als einer Bürgerinitiative im besten Sinne und dankte für die Einsatzbereitschaft seit 40 Jahren. Ihr Hafenlohrer Amtskollege Thorsten Schwab freute sich darüber, dass der THW-Ortsverband in seiner Gemeinde beheimatet sei und versicherte auch für die Zukunft, dass man die örtliche Hilfsorganisation unterstützen werde.

Jürgen Eckel, Abteilungsleiter für Sicherheit und Ordnung im Landratsamt Main-Spessart, übermittelte die Glückwünsche von Landrat Thomas Schiebel, und wies darauf hin, dass man mit dem THW Marktheidenfeld gerade bei Hochwasserlagen am Main einen kompetenten Partner zur Seite stehen habe.

Der Leiter der Marktheidenfelder Polizeiinspektion, Wolfgang Gmelch, dankte für die konstruktive Zusammenarbeit, deren Leistung in jüngerer Zeit bei Personensuchen am und im Main besonders gefordert gewesen sei. Kreisbrandrat Manfred Brust erinnerte an gemeinsame Einsätze und würdigte die große Verlässlichkeit der Helfer des THW.

Nach dem Festkommers verteilte der Ortsbeauftragte Friedrich Engelke eine Festschrift, die zum 40. Jubiläum des Ortsverbands Marktheidenfeld aufgelegt wurde.

aus MainPost
 

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